Autor: Frostfluegel

  • Sprachlos – Ratlos

    Manche Ereignisse lassen einen ratlos zurück. Der Schrecken, den unfaßbare Ereignisse wie das Erdbebendesaster in Japan hinterlassen, macht manchen sprachlos. Andere leider nicht. Sie finden eine Sprache, die inadäquat ist, weil sie entweder vorschnell schwafeln, ohne tatsächlich etwas zu wissen, oder weil sie das dortige Unglück zu instrumentalisieren versuchen. In beiden Fällen ist es besser,…

  • Om

    Nicht so viel denken tut nur ablenken Laß Ruhe einkehren Hör auf zu begehren Genieße die Stille Negieren deinen Willen Die Ruhe gibt dir Kraft falls du es zu ruhen schaffst Sich auf nichts zu konzentrieren ist schwerer als sich nicht zu konzentrieren Die Umgebung zu ignorieren Den eigenen Kopf auszuschalten ist kein gewöhnliches Verhalten…

  • And now to something completely different…

    Ohne Ziel begonnen wird der Text einfach weiter gesponnen Wer weiß schon wie es weitergeht und welcher Vers am Ende steht Soll ich nach schönen Metaphern suchen endet das Gedicht mit wildem Fluchen denn wie soll ich ein Bild finden wenn sich bisher nur die Zeilen verbinden doch noch keinen Inhalt enthalten Wie wird sich…

  • KT die 2.

    Er lässt mich nicht los. Woran liegt das? Wahrscheinlich vor allen daran, daß ich ihm nicht verzeihen will. Wieso habe ich solche Schwierigkeiten ihm zu verzeihen, obwohl ich bereits geschrieben habe, daß ich es tue? Ich denke, zum Großteil ist es eine Stilfrage. Die Entschuldigung von KT, gerade weil er sich durch sie wieder als…

  • KT

    Da hat der Junge ja grad nochmal die Kurve gekriegt. Dabei hatte ich gerade begonnen, mich auf ihn einzuschießen.  Ich zitiere mal aus einem begonnenen Sonett, das jetzt doch Fragment bleiben wird. An deinem Selbstgefallen kann wirklich alles abprallen (Weitere mögliche Reimziele: abknallen – schwallen – nachhallen – Gefallen – festkrallen – schallen) Jeder weiß…

  • Lord Chandos die 2.

    Lieber Lord Chandos, seien Sie traurig gegrüßt. Wieder einmal muß ich Ihnen schreiben, und es ist in der Tat ein Muß, daß ich Ihnen schreibe. Es gibt viele Gründe, nicht zu schreiben. In diesen Tagen lernen wir, daß manche gerne so tun, als ob sie schreiben, obwohl sie in Wirklichkeit nur abschreiben. Doch dies ist…

  • Der weiße Feind

    Der weiße Feind

    Wenn der weiße Feind auf dem Weg erscheint ist es schwer sich zu wehren Wer will denn schon umkehren Das wäre wie aufgeben Da bleibt man lieber kleben wenn der Schnee dann schließlich pappt und Abrollen nicht mehr klappt Etwas höher und auch deutlich später auf 673 Meter entschädigt ein wenig der weite Blick doch…

  • Ich such den Superstar

    Kaum ist er aus dem Ei geschlüpft ist er schon aus dem Nest gehüpft Weil er kaum etwas wiegt klappt es daß er fliegt Es tragen ihn die Schwingen und er läßt ein Liedlein erklingen Sein Federkleid ist prächtig bunt und er weckt mich zur frühen Morgenstund Sein Trällern ist ein Ritual und ermuntert zur…

  • Gedanken beim Lesen des Pfälzer Literaturmagazins Chaussee

    Manche suchen verkrampft nach vollendeter Poesie und finden sie unerklärlicherweise nie Andere tun niemals so intensiv suchen und müssen weniger über sich fluchen Andere lassen das Schreiben aus Langeweile ganz bleiben oder texten mit Zahlen Plus kaufmännischem & Erstere nennen das debilen kryptischen Schund doch Literatur von und für Literaturstudenten garantiert dem Schreiber völlig zu…

  • Winterliebe

    Warum hat Liebe im Winter es so schwer Sind unsere Herzen dann etwa leer Kennen Gefühle einen Winterschlaf oder haben wir dann keinen Bedarf Blockiert die nützlich wärmend schützende Kleidung den Reiz und eine emotionale Entscheidung Ich glaube daß es an etwas anderm liegt Ich glaube daß der Winter uns besiegt Aus Angst auf den…